Planspiel Klimakonferenz: Schüler:innen verhandeln über Klimagerechtigkeit
Planspiel Klimakonferenz: Schüler:innen verhandeln über Klimagerechtigkeit
Wie können die Folgen des Klimawandels weltweit gerecht bewältigt werden? Wer trägt Verantwortung – und wer braucht Unterstützung? Mit diesen Fragen setzten sich am 2. Juli rund 60 Schüler:innen im Planspiel „Klimakonferenz“ auseinander.
In den Räumen der BUKEA schlüpften zwei Profilkurse der Heinrich-Hertz-Schule und ein Profilkurs des Gymnasiums Osterbek in die Rolle von Delegierten verschiedener Staaten sowie der Umweltorganisation Greenpeace. Gemeinsam verhandelten sie über Lösungen für eine gerechtere internationale Klimapolitik.
Im Mittelpunkt standen zwei zentrale Fragen: Welche Länder sollten in den internationalen Loss-and-Damage-Fonds einzahlen und welche Länder sollten Unterstützung daraus erhalten?
Nach intensiven Diskussionen kamen die Schüler:innen zu dem Ergebnis, dass insbesondere Staaten mit hohen historischen und aktuellen CO₂-Emissionen eine besondere Verantwortung tragen. In der Simulation sagten unter anderem China, die USA, Deutschland und Frankreich Beiträge zum Fonds zu. Die Teilnehmenden waren sich außerdem einig, dass Entwicklungsländer und Staaten mit geringen Bewältigungskapazitäten finanzielle Unterstützung erhalten sollten. Gleichzeitig sprachen sie sich für ein unabhängiges UN-Gremium aus, das die Verwendung der Mittel kontrolliert und für Transparenz sorgt.
Im anschließenden Feedback wurde deutlich, welchen Mehrwert das Planspiel bietet. Viele Schüler:innen berichteten, dass ihnen die unterschiedlichen Ausgangslagen der Länder und die komplexen Zusammenhänge der internationalen Klimapolitik zuvor nicht bewusst gewesen seien. Besonders eindrücklich sei gewesen zu erleben, wie schwierig es ist, globale Kompromisse zu finden, die möglichst gerecht sind.
Das Planspiel vermittelt Wissen über internationale Klimapolitik und macht erfahrbar, wie anspruchsvoll Verhandlungen auf globaler Ebene sind. Dabei stehen Perspektivwechsel, Diskussion und gemeinsames Aushandeln von Lösungen im Mittelpunkt.
Copyright Bilder: Tobias Koenig für die Hamburg Sustainability Week