Internationaler Austausch: Delegation aus Peking zu Gast bei der Hamburger Klimaschutzstiftung
Internationaler Austausch: Delegation aus Peking zu Gast bei der Hamburger Klimaschutzstiftung
Wie können Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung und im lebenslangen Lernen verankert werden? Wie lassen sich unterschiedliche Zielgruppen erreichen und für nachhaltiges Handeln gewinnen?
Mit diesen Fragen im Gepäck besuchte eine Delegation des Beijing Vocational College of Agriculture die Hamburger Klimaschutzstiftung. Im Mittelpunkt des Austauschs standen die Bildungsarbeit der Stiftung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Frage, wie Nachhaltigkeit in unterschiedlichen Bildungszusammenhängen praktisch vermittelt werden kann.
Einblicke in die Arbeit der Stiftung
Für den Besuch stand nur knapp eine Stunde zur Verfügung. Dennoch blieb Zeit für einen intensiven Austausch und einen Einblick in die Arbeit der Hamburger Klimaschutzstiftung.
Auf Gut Karlshöhe, dem Umweltbildungszentrum der Stiftung, stellte das Team den Gästen verschiedene Bereiche der Bildungsarbeit vor. Bei einem Rundgang über das Gelände ging es unter anderem darum, wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Naturerfahrung miteinander verbunden werden und wie ein außerschulischer Lernort genutzt werden kann, um Nachhaltigkeit ganz konkret erfahrbar zu machen.
Dabei konnten auch Fragen zur Arbeit der Stiftung beantwortet werden: Wie werden Bildungsangebote für unterschiedliche Zielgruppen entwickelt? Welche Rolle spielen praktische Erfahrungen? Und wie lassen sich Themen wie Klimaschutz, Energie, Ernährung, Natur und nachhaltige Lebensweisen so vermitteln, dass sie im Alltag anknüpfen?
Ein Dolmetscher begleitete die Delegation und erleichterte den direkten Austausch. Trotz des engen Zeitplans entstand so ein lebendiges Gespräch mit zahlreichen Fragen und unterschiedlichen Perspektiven auf Bildungsarbeit und Nachhaltigkeit.
Von der beruflichen Bildung zum lebenslangen Lernen
Die Delegation des Beijing Vocational College of Agriculture interessierte sich insbesondere für Möglichkeiten, Klimaschutz und Nachhaltigkeit in die berufliche Bildung und das lebenslange Lernen zu integrieren.
Das College ist eine landwirtschaftliche Berufshochschule in Peking und bildet unter anderem in den Bereichen Landwirtschaft, Gartenbau, Tierwissenschaften, Lebensmitteltechnologie und Agrartechnik aus. Mit rund 9.600 Studierenden und zahlreichen internationalen Kooperationen ist die Hochschule ein wichtiger Akteur in der beruflichen und landwirtschaftlichen Bildung in China.
Damit ergaben sich interessante Anknüpfungspunkte zur Arbeit der Hamburger Klimaschutzstiftung. Denn Bildung für nachhaltige Entwicklung richtet sich nicht an eine einzelne Altersgruppe oder einen bestimmten Bildungsweg. Sie begleitet Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und schafft Möglichkeiten, Wissen, Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln.
Ein grüner Lernort beeindruckt
Besonders aufmerksam nahm die Delegation die Umgebung von Gut Karlshöhe wahr. Mehrfach wurde hervorgehoben, wie grün und naturnah das Gelände sei.
Gerade diese Verbindung von Bildungsarbeit und einem realen, lebendigen Ort macht Gut Karlshöhe zu einem besonderen Lernort. Tiere, Gärten, Energieanlagen, Streuobstwiesen und Naturflächen bieten zahlreiche Anknüpfungspunkte, um Nachhaltigkeit nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern unmittelbar erlebbar zu machen.
Für die Hamburger Klimaschutzstiftung ist diese Verbindung zentral: Bildung für nachhaltige Entwicklung bedeutet auch, Räume zu schaffen, in denen Menschen selbst entdecken, ausprobieren, Fragen stellen und Zusammenhänge verstehen können.
Ein erster Schritt für weitere Zusammenarbeit
Der Besuch war kurz, aber der Austausch intensiv. Die unterschiedlichen Perspektiven auf Bildung, Nachhaltigkeit und berufliche Qualifizierung boten interessante Anknüpfungspunkte für weitere Gespräche.
Zum Abschied wurde die Hamburger Klimaschutzstiftung herzlich eingeladen, die Delegation bei einem zukünftigen Besuch in China zu treffen.
Vielleicht ist der Besuch auf Gut Karlshöhe damit nicht nur ein einzelner internationaler Austausch geblieben, sondern der Anfang einer längerfristigen Verbindung.
Die Hamburger Klimaschutzstiftung bedankt sich für den offenen und herzlichen Austausch und freut sich über die Einladung und die Möglichkeit, den Dialog über Bildung für nachhaltige Entwicklung auch über Ländergrenzen hinweg fortzusetzen.